Zweifel mich durchziehen,
ein Wunsch zu fliehen,
doch etwas das mich hält,
erschüttert meine Welt.

Bin ich es, ist Sie es?


Bilder entstehen, wie ein Gefühl,
halten mich fest gegen jeglich Kalkül,
ein Sehnen wie hingezogen –
war ich es, der verlassen, betrogen?

Bin ich es, ist Sie es?


Aneinander gehalten
den Baum zu spalten,
der Schuld in´s Angesicht
geschaut und spricht:

Siehe, wir sind es!

 


Diese und ähnliche Themen sind uns allen wohl bekannt, zumindest geläufig von hören-sagen oder aus Film uns Fernsehen. Doch was steckt hinter solch einer "tragischen" Geschichte, die sich immer erst einmal als symbolisches Bild und Ereignis in unser Leben hineinsenkt?

Das Thema der oben stehenden Karte aus dem Therapeutischen Set von Dr. Peter Orban (mit einem Bild von Edward Burne-Jones) zeigt die Geschichte von Demephion, König von Marlos, der seine Geliebte verließ und verriet, um König zu werden. Aus Gram über den Verrat und Kraft der Gnade der griechischen Götter, wurde sie in einen Weisdornbaum verwandelt, um Kummer und Trauer ein Ende zu bereiten. Demephion zog es widerstrebend immer wieder hin zu diesem Baum, bis er letztendlich, im Angesicht seiner „Schuld“, die Seele seiner Geliebten aus dem Baum befreite.

Dies ist natürlich keine reale Geschichte, sondern eine Geschichte, die sich symbolisch direkt an unsere Seele richtet. Denn wer kennt es nicht, das die eigene Schuld uns widerstrebend hin zum Tatort zieht, bis das „Unrecht“ gesühnt ist? (Übrigens ist dies eine wissenschaftlich belegte Tatsache, die häufig ihre Anwendung in der Kriminalistik findet.)

Solche Verstrickungen, wie sie so oft im Leben passieren, sind niemals Fehler oder Irrtümer, die man begeht, sondern meist Hinweise auf etwas dahinter liegendes. Etwas, das im Verborgenen liegt. Die seelische Kraft (oder besser: der seelische Raum) um funktionierende und erfüllende Partnerschaften führen zu können, wird jedem Menschen von seinen Ahnen mit in die Wiege gelegt. Aber kann man diesen Raum auch füllen, oder ist dieser Raum vielleicht schon von Anfang an gefüllt? Die Kraft der Treue ist eine nicht zu unterschätzende Größe innerhalb der Familiensippe.

Und da nichts, was jemals geschehen in vergessenheit geraten soll, fungiert mitunter ein späterer Nachfahre als "Erinnerer" innerhab der eigenen Sippe. Diesem gelingt es dann meist nicht, eine feste oder stabile Beziehung zu führen, da er unbewußt an eine fehlende Person oder vergessenes Unrecht erinnert. Natürlich tut man dies nie wissentlich, dennoch steht man in der Tradition von Onkel Karl oder Großtante Amalie, die ihrerseits ihr Glück nicht finden und leben konnten.

Mitunter habe ich auch selber aus meinem Beziehungsraum eine Rumpelkammer gemacht, so dass er nicht mehr wohn- noch lebhaft ist.

Dies sind Fragen und Bewegungen, mit denen innerhalb einer Einzelsitzung in Verbindung mit dem Therapeutischen Kartenset von Dr. Peter Orban gearbeitet wird, um innere (d.H. noch unsichtbare Beweggründe) sichtbar zu machen und zu heilen.

Ganz nebenbei wird hierbei natürlich auch auf die zwei größten Kräfte innerhalb der eigenen Seele eingegangen:

Mein Vater und meine Mutter.